Schamanismus heute
Die indianische Welt sieht sich als Teil der Natur wie z.B. Erde, Sonne, Mond, Steine,
Pflanzen und Tiere werden als Familienangehörige gesehen, d.h. Mutter Erde,
Vater Erde, Großvater Feuer, Bruder Wolf u.s.w. , denn alles gehört zum ewigen Kreis des
Lebendigen und aus diesem Kreis des Lebens finden wir alle Heilmittel.
Wenn man lernt, diese Sicht der Welt, d.h. alles als lebendig zu betrachten und zu
respektieren wird alles positiver und erfolgreicher verlaufen.
Lerne Gesetze zu respektieren wie z.B. das Resonanzgesetz, dieses ist das
Gesetz der Anziehung! Oder das karmische Gesetz, dieses ist das Resultat der eigenen
Handlungen.
Zusammengefasst: „Was du säst, wirst du ernten!“
Das Leben ist gerecht, denn es kommt alles zurück!
Es gibt verschiedene Wege Schamane oder Schamanin zu werden, sowie es verschiedene
Ansichten, verschiedene Wertsysteme, Religionen und verschiedene Kulturen gibt. Wie überall
im Leben kann man auf verschiedene Wege und durch Anwendung verschiedene Techniken
zum gleichen Ziel kommen. Denn: Die Welt ist so, wie Du sie siehst.
Die „ganze Wahrheit“ hat kein Volk, keine Kultur für sich gepachtet. Darum ist der Ursprung
des „alten Wissens“, das ein Schamane benötigt, um tätig zu sein, von mehreren Völkern und
mehreren Kulturen überliefert worden. Es gibt auch nur einen Weg, Schamane oder
Schamanin zu sein, nämlich den eigenen. Das Ziel aller Schamanen ist, mit Liebe die Welt zu
transformieren und zu heilen.
„Schamanisch heilen“ heißt auch Beziehungen wieder herstellen!
Beziehungen zu den Liebenden, Familienmitglieder und Freunde
Beziehungen zu seinen eigenen Körper, Geist und Seele
Beziehungen zu unser Mutter Erde und unser Natur.
So betrachtet die indianische Welt die Schöpfung.
Eintauchen in die „Anderswelt“
Schamanismus beruht auf einem einfachen Prinzip, das heisst, hinter der sichtbaren Welt
existiert eine unsichtbare, immaterielle „Anderswelt“. Die andere Welt ist für die normalen
physischen Sinne unsichtbar und kann nur mit dem sogenannten 6. Sinn erfasst werden.
Für die Reisen in die andere Welt verwenden Schamanen die schamanische Trance.
Schamanische Trance
Laut Überlieferung hat dieses „Reisen mit der Seele“ eine tausende Jahre alte Tradition.
Die Kommunikation mit der anderen Welt durch gedankliche Kräfte auch Trance genannt,
bezeichnet man als den übersinnlichen Sinn. Die Kunst der Schamanen ist es, sich selbst
willentlich in Tance zu versetzen.
Die Seelenreise
Der veränderte Bewusstseinszustand befähigt die Seele aus dem Körper auszutreten und
mit der Anderswelt zu interagieren. Bei der „Seelenreise“ verlässt ein Teil der Seele den
physischen Körper. Die Seele begibt sich in die nicht sichtbare Anderswelt. Dabei verlagert
sich auch das Bewusstsein in die Anderswelt. Im Körper bleibt nur ein Restbewusstsein
zurück. Schamanen verändern somit willentlich ihren Bewusstseinszustand soweit, dass sie
in die andere Welt reisen können.
Die Schamanenreise ist der Weg eines Schamanen.
Dieser Weg wird bestimmt durch seine Spirits. Wer mit einem Schamanen “reist”, befindet
sich innerhalb dieser Welt. Jede Bewegung darin ist die Reise mit dem Schamanen.
Wer mit einem Schamanen reist, ist mit allem vereint.
Mit allen Spirits, mit allen Naturelementen - eben mit allen Wesen, die mit dem Schamanen
in einer Beziehung stehen.
Das “ALL-ES” setzt sich mit der betroffenen Person auseinander und kann Wesenheiten
reflektieren, die sonst unbemerkt aus dem Schatten einer Person wirken . Der Schamane
kann erforderliche Auseinandersetzungen bewirken in seiner Funktion als Mittler und
Wegweiser in der Welt der Seelen, in den Lebensbereichen des Lichts und des Schattens.
Dies ist die Reise mit einem Schamanen, sie findet statt in den Realitäten
der
- tonalen Welten (alltägliche Wirklichkeit =AW) und der
- nagualen Welten (nichtalltägliche Wirklichkeit =NAW )
Sollen Veränderungs- oder Erkenntnisprozesse die alltägliche Wirklichkeit berühren und
verändern, so müssen sie auch dort stattfinden. Reisen im Unterbewusstsein eines
Menschen führen in nichtalltägliche Welten, so dass jede Wahrnehmung, Erkenntnis und
Veränderung nur dort zunächst lineare Wirksamkeit besitzt. Die Transformation der in
der „nichtalltäglichen Wirklichkeit“ erlangten Erkenntnisse in die „alltägliche Wirklichkeit“
hat von der betreffenden Person selbst zu erfolgen, ermöglicht wird es durch die
Begleitung des Schamanen.