Indianische Lehre

Das geheime Wissen
Was bedeutet Ego im indianischen Verständnis?
Das Ego ist ein mentales Selbstbild, ein im Geist existierendes Konzept des Selbst.
Es ist ein falsches Bild, weil das Selbst- das wahre Selbst- nicht im mentalen, sondern
im spirituellen Geist existiert.
Das Ego selbst ist komplex. Es besteht aus drei Aspekten, die wir als „Schichten“
bezeichnen können.
   
Die äußere Schicht befasst sich damit, die Bedürfnisse des Körpers zu befriedigen und
die Sinne zu erfreuen, obwohl das Ego selbst nie zufrieden ist, weil es immer mehr will
von dem, was es will, und immer weniger was es braucht.
Die zweite Schicht befasst sich mit dem geistigen Appetit und damit, das Gefühl der
eigenen Bedeutung und Getrenntheit zu nähren. Sie fällt Urteile, die die eigene Eitelkeit
und Vergleiche mit anderen fördern.
Die dritte Schicht befasst sich mit der Selbstrechtfertigung. So mächtig ist das Ego, dass
es uns glauben macht, es allein mache uns aus, es allein sei das wahre Selbst und nicht
das trügerische, vergängliche und begrenzte Selbst, das es tatsächlich ist.
    
Das Ego befasst sich hauptsächlich mit Dingen, die es für genussbringend hält und mit
der Vermeidung von Schmerz. Es möchte an dem festhalten, zu dem es sich zugehörig fühlt
und das es sich geschaffen hat, zum Beispiel mein Auto, mein Kind, mein Partner. Es
veranlasst uns zu Vergleichen mit anderen und zu Urteilen über andere, weil deren
Handlungen und Meinungen uns beeinflussen.
     
Wir verhalten uns gemäß Erwartungen, die uns übergestülpt werden. Dadurch wird der
Druck auf uns verstärkt, mit den anderen mitzuhalten, die Ängste intensivieren sich und so
sind wir im Kreislauf unerfüllter Sehnsüchte eingeschlossen und gefangen. Wir versuchen
diesen Anforderungen gerecht zu werden und nähren somit unser Ego immer mehr und mehr.
Innere Harmonie und Freude wird anhaltend gestört und so werden wir immer unglücklicher
und fühlen uns dem so genannten permanenten Dauerstress ausgesetzt und ausgeliefert.
Hier sind selbstverständlich nicht wir verantwortlich, sondern die „schnelle Welt und ihre
Anforderungen“.
   
Wir sind eingeschlossen in Verhaltensmuster, aus denen es kein Entrinnen zu geben scheint,
und in der Konditionierung unserer eigenen Gedanken und Überzeugungen. Jegliche
Konditionierung entsteht durch von Angst angeregte Überzeugungen. Nicht durch reale Angst
ums physische Überleben, sondern durch eingebildete Angst, welche dadurch auch noch
unsere Lebenskraft und Gesundheit schwächt.
Die Grenzen des Ego 
Schamanen der verschiedenen Kulturen haben den mentalen Geist seit jeher nicht als
bewunderungswürdigen Herrscher, sondern als hilfreichen Diener betrachtet. Wenn wir
die Wirklichkeit allein durch den mentalen Geist wahrnehmen, nehmen wir die Trennung
der Dinge wahr. Wir definieren, klassifizieren das Beobachtete, analysieren, vergleichen
und ziehen Schlussfolgerungen.
     
Bei der Erfahrung der Wirklichkeit durch den spirituellen Geist, durch den Geist des Herzens
und mit dem Geist des Herzens nehmen wir die Dinge in ihrer Ganzheit und die wechselseitige
Beziehung wahr, die auf allen Ebenen besteht.
Ein letztendliches Ziel der Menschheit liegt darin, dass mentaler Geist und spiritueller Geist in
völliger Harmonie vereint werden, so dass ihr Klang ein einziger ist, die völlige Einheit. Die
Heirat und Vereinigung von Mann und Frau war als Beispiel für diese Harmonie dafür gedacht.
     
Euer mentaler Geist gehört euch, dem wahrem Selbst – der spirituelle Geist „ist“ .
Gebraucht euren Geist, aber herrscht über ihn, sonst herrscht er über euch und führt euch in
den Glauben, dass das Ego-Selbst das einzige wahre Selbst ausmacht, und bringt euch
dazu, euer Leben dahingehend auszurichten.
   
„Das innere Lächeln“, Entspannt den Mund und lässt ihn lächeln, denn das Lächeln ist mehr
als nur ein Gesichtsausdruck, denn es wird durch eine heilende Energie befeuert, die ihr
selbst erzeugt habt.
Wenn wir tief und langsam atmen, spüren wir, wie der sanfte, warme Energiestrom alle
Zellen mit Liebes- und Heilungsenergie versorgt.
Wir brauchen Liebe, und diese Liebe kann vom Kern unseres Seins durch ein einfaches
Lächeln erzeugt und aktiviert werden. Je mehr Liebesenergie wir erzeugen, umso mehr
Liebe wird sich in unserem Leben manifestieren.
Wichtige Grundsätze
Erschaffe (visualisiere) deine Welt! Setze Grenzen!
Gib dir das, was du wirklich liebst, brauchst und magst!
Achte auf Balance, gehe den mittleren Weg!
  
Sobald "geben und nehmen" aus dem Gleichgewicht geraten ist, werde dir bewusst, ob
du mehr gibst oder mehr nimmst. Was möchtest du dadurch erreichen? Was wünscht du dir?
Was brauchst du? Welche Bedürfnisse fühlst du. Was willst du bekommen? Wenn du all
deine Energie abgibst, bist du ein Heiler außer Kontrolle.
   
Je mehr du gibst, umso mehr wollen die Menschen von dir. Deshalb gib dir, was du brauchst,
denn die anderen Menschen stehen stellvertretend für "Wakan Tanka" der damit sagt:
"Hey, wach auf, und gebe dir was du brauchst!"
   
Bleibe im Mitgefühl! Handle vom und mit dem Herzen, das heißt jedoch nicht, sich bis an
den Rand der Erschöpfung zu bringen!
Erhöhe vor einer Lichtheilung deine Energie z. B. durch ein Jappa, Atemtechnik, Meditation!
Gib deinen Klienten/Patienten Methoden bzw. Werkzeug in die Hand, damit keine
Abhängigkeit entsteht!
Behindere oder verschone deine Klienten/Patienten nicht, dadurch entstehen neue
Verhaltens- und/oder Sichtweisen!
Teile deine geistigen Botschaften/Informationen mit und achte auf liebevolle
Wortmitteilungen!
 
  
Indianisches Gebet
Oh großer Geist, 
dessen Stimme ich im Wind höre, 
und dessen Atem der ganzen Welt Leben gibt,
höre mich!
Klein und schwach bin ich. Deine Kraft und Weisheit brauche ich.
Befähige mich, in schöner und heiliger Weise zu leben.
Befähige meine Augen,
die roten und purpurfarbenen Sonnenuntergänge immer zu sehen.
Befähige meine Hände und mein Herz,
alles zu respektieren, was Du erschaffen hast.
Befähige meine Ohren,
Deine Stimme immer zu hören
und Deine spirituelle Führung zu empfangen,
wenn ich aufrichtig um ein Zeichen,
eine Vision,
einen Traum oder die Erfüllung eines Gebetes bitte.
Mache mich weise, damit ich all das verstehen kann,
was Du mein Volk bereits gelehrt hast.
Laß mich verstehen lernen,
welche Lehre Du in jedem Stein, in jedem Blatt
und in jedem Kraut verborgen hast.
Ich suche Deine Kraft nicht,
um besser zu sein als mein Bruder oder meine Schwester,
sondern um meinen größten Feind zu bekämpfen
– mich selbst - .
Mache mich stets bereit, so zu leben,
daß Deine Augen lächelnd auf mich schauen werden,
wenn meine Taten oder Gedanken von mir und Dir geprüft werden.
Mach mich stets bereit,
meine Brüder und Schwestern und alle Geschöpfe
von Mutter Erde so zu behandeln,
wie ich selbst behandelt werden möchte:
mit Liebe, Gerechtigkeit, Achtung, Würde, Integrität und Respekt.
Wenn das Leben verblasst wie der verblassende Sonnenuntergang
mache meine Augen klarsehend
und meine Hände und mein Herz frei von Blutvergießen,
Zerstörung, Hass, oder Missachtung von Mutter Erde,
so dass meine Seele ohne Scham zu Dir kommen kann.
Ho!
 
   
Indianische Traumarbeit
Träume verbinden uns mit unserer spirituellen Quelle.
Träume eröffnen uns unser Unterbewusstsein.
Träume reflektieren unser Bewusstsein.
Träume heilen und verhelfen uns zur Ganzheit.
Träume helfen uns unsere Probleme zu lösen.
Traumtypen 
Wir unterscheiden folgende Traumtypen:
- Seelenträume,
- Wiederholungsträume,
- Entwicklungsträume / fortschreitende Träume,
- Träume von vergangenen Leben,
- Alpträume,
- Vorausahnende Träume,
- Wachträume,
- Tagträume,
- archetypische Träume.
 
Programmieren 
Vor dem Einschlafen gedanklich ein Problem oder eine Frage formulieren, um Informationen
oder Beantwortung der Frage im Traum zu erbitten. Papier und Bleistift bereit legen.
Dreamteacher (Cachina Hey) um Unterstützung bitten
Ich möchte einen Traum träumen, der mir einen Hinweis gibt, wie ich mein Problem lösen kann.
Ich werde diesen Traum träumen, ich werde mich daran erinnern und diesen Traum verstehen.
Morgens nach dem Aufschreiben aller Einzelheiten nach Bedeutungen suchen. Sollten Sie
den Traum zu schnell vergessen, legen Sie sich in Ihre Ursprungslage zurück und erinnern
sich wieder.
 
Bewusstes Träumen
Im Traum (z.B. Verfolgungstraum) stehen bleiben, den jeweiligen Anteil fragen, welche
Botschaft er für Dich hat, bzw. diesen Anteil um eine Lösung bitten. Bedeutung des Traumes
im Traum selbst erfragen, z.B. Schlangentraum: Selbstheilung, Verwandlung, Sexualität,
Sinnlichkeit, langes Leben.
Traumarbeit verbindet indianische Weisheitslehre und westliche Philosophie.
(Traumanalyse nach C. G. Jung)
 
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